Heilpflanze des Monats: Wildrose

Blühende Wildrose

Die rosa Blüten der Wildrose sind weniger üppig als die gezüchteten Formen der Rose. Doch in den Wildrosenblüten steckt eine große Heilwirkung.

 

Symbol der Liebe: Die Wildrose

Keine andere Pflanze ist so Symbolträchtig wie die Rose. Sie ist das Attribut der Liebesgöttin Aphrodite / Venus und steht für Liebe, Schönheit und Freundschaft. Im griechischen Reich setzte man den heimkehrenden Soldaten Rosenkränze auf und auch im römischen Reich wurde sie schnell zum Luxusgut. Egal ob als Rosenöl, zur Beglückung der Liebsten oder zur Pflege der Haut im Bad: Die Wildrose ist die ursprünglichste Form aller Rosen und seit tausenden von Jahren erfreuen sich die Menschen an ihr.
Zurecht wird sie von vielen Gärtner*innen als die Königin der Blumen “verehrt”.

 

Heilsame Wirkung

Die Blütenknospen der Wildrose haben es in sich: Bis zu 20% Gerbstoffe enthalten sie und wirken deshalb entzündungshemmend, wundheilungsfördernd und adstringierend (zusammenziehend). Desweiteren enthalten die Blüten der Wildrose eine vielzahl an ätherischen Ölen, was auch ihren bezaubernden Duft ausmacht. Schon allein dieser wirkt beruhigend auf unser Nervensystem. Die Rose unterstützt das Herz bei Ängsten und Trauer, ermutigt uns und öffnet unser Herzchakra. In der Anwendung massiert man die Herzregion mit Rosenblütenöl oder Rosencreme (z.B. Weleda) ein – dazu passt die Affirmation “Ich liebe und akzeptiere mich so wie ich bin, obwohl ich Angst habe”.

Bewährt hat sich die Wildrose unter anderem als Hausmittel für die Haut. Die enthaltenen Gerbstoffe fördern die Heilung von Wunden, wirken antientzündlich und antimikrobiell bei Entzündungen und Akne. Ideal eignet sich zur Anwendung zum Beispiel Rosenöl oder Rosengesichtswasser. Die Wildrose ist aber auch als Anti-Aging-Mittel bekannt, da sie die Zellerneuerung anregt und auch bei UV-geschädigter Haut beruhigend wirkt. Auch trockene Haut profitiert von der Wirkung eines Rosenöls.

Die Gerbstoffe helfen aber auch bei leichtem Durchfall und nervösen Magen-Darm-Problemen.
Der beruhigende und entspannende Effekt der Rose wirkt sich nicht nur auf den Geist, sondern auch auf die Verdauung aus.

 

Keine andere Pflanze ist so Symbolträchtig wie die Rose. Sie ist das Attribut der Liebesgöttin Aphrodite / Venus und steht für Liebe, Schönheit und Freundschaft.

 

Die Wildrose als Frauenkraut

Die Wildrose wird schon seit der Antike aufgrund ihrer Heilwirkung (wundheilungsfördernd, entzündungshemmend, entspannend, antimikrobiell, angstlösend, stimmungsaufhellend) als Heilpflanze, im Besonderen für Frauen verwendet. So wird sie zum Beispiel bei bakteriellem Ausfluss, zur Dammpflege, nach Scheidenpilzen sowie bei vaginaler Trockenheit und Wundsein angewendet – als Zäpfchen oder Vagninalgel bzw. -creme. Der angstlösende und beruhigende Effekt kommt Frauen auch während der Geburt zur Hilfe – man arbeitet mit dem Duft der Rose.

Doch die Rose wäre nicht das Attribut der Liebesgöttin, wenn sie nicht auch eine sinnliche Wirkung hätte.
Egal ob Rosenöl, Räuchermischungen, Massageöl oder ein leckeres Dessert: Die Rose steigert die Sinnlichkeit, weckt “die Königin” in der Frau und wirkt leicht sexuell anregend.
Beliebt sind deshalb auch Gleitgele mit ätherischem Rosenöl.

 

Anwendungsmöglichkeiten

  • Im Tee als beruhigende und entspannende Zutat, z.B. in Kombi mit Melisse und Lavendel
  • Für die Vagina ein Yoni Steam mit Rosenblüten
  • Zusammen mit anderen Kräutern z.B. Holler, Zitrone & Rotklee im “Infused Water”
  • Als Ölauszug für die Haut
  • Mit Rosenblättern baden
  • Vaginalzäpfchen, Vaginal- und Gleitgel
  • Ätherisches Öl zur Anregung der Sinnlichkeit
  • In einem Oxymel gemeinsam mit Holunder (Rezept siehe unten)

 

 

Rosen – Holdunder – Oxymel

Zur Zubereitung eines Oxymels (Sauerhonig) brauchst du:

  • Einmachglas
  • Ein Stück Backpapier
  • Frische Wildrosenblüten
  • Frische Holunderblüten
  1. Fülle das Einmachglas zu 1/3 mit Honig.
  2. Befülle ein weiteres Drittel mit Apfelessig und rühre gut um, sodass sich der Essig mit dem Honig vollständig vermsicht.
  3. Fülle das Glas dann mit frischen Wildrosen- und Holunderblüten auf.
  4. Nochmals gut umrühren.
  5. Leg dann das Backpapier zwischen Glas und Deckel (schützt vor dem Oxidieren des Deckels durch den Essig) und verschließe das Glas gut.
  6. Lass dein Oxymel 4 Wochen ziehen und schüttele das Glas täglich.
  7. Abseihen und ca. 1 EL in 200ml Wasser oder im Drink oder Tee genießen.

Oxymel mit Rose und Holunder

 

Quellen/zum Weiterlesen:
Praxishandbuch Frauenkräuter, Magret Madejsky S.152 f.

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